Person mit aufgeschlagenem Buch in einer Bibliothek

Studieren mit Autismus

Beratungsangebot für Menschen mit einer Autismus-Spektrum-Störung

Junge Menschen mit einer Autismus-Spektrum-Störung (ASS) stehen vor großen Herausforderungen, wenn sie ein Studium planen oder bereits begonnen haben. Sie benötigen oft Unterstützung bei der Organisation und Strukturierung des Studiums, der Kommunikation mit Lehrenden und Mit-Studierenden, der Informationsbeschaffung und der Orientierung. Das Kompetenzzentrum Behinderung, akademische Bildung, Beruf (kombabb) in Bonn, Mitgliedsorganisation im Paritätischen NRW, bietet ihnen jetzt eine Anlaufstelle und schließt damit eine Lücke in der Beratungs-Infrastruktur.

Angebot ergänzt

Das Kompetenzzentrum bietet bereits seit über zehn Jahren NRW-weit Beratung zum Thema „Studieren mit (nicht-)sichtbarer Behinderung / chronischer Erkrankung“. Nun hat es sein Angebot um den Arbeitsschwerpunkt „Autismus-Spektrum-Störung“ ergänzt. Diese Arbeit erfolgt im Rahmen des dreijährigen und vom NRW-Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales geförderten Projekts „Studieren mit einer Autismus-Spektrum-Störung (ASS)“. Kombabb arbeitet nach dem Prinzip des Peer Counseling. Das heißt, die Mitarbeitenden in der Beratung zeichnen sich durch die Verbindung von fachlicher Qualifikation und persönlicher Erfahrung als Menschen mit Behinderung aus.

Information, Unterstützung, Stärkung

Zu den Aufgaben des Kompetenzzentrums gehören die Information, Unterstützung und Stärkung von Studieninteressierten und Studierenden mit ASS sowie die Information und Sensibilisierung von Hochschul-Personal und anderen Beteiligten. Ziele sind ein gleichberechtigter Zugang zur Hochschulbildung, die Bewältigung des Übergangs dahin und ein erfolgreiches Studium. Studierende mit ASS können zum Beispiel eine Studienassistenz beantragen. Sie haben außerdem Anspruch auf so genannte Nachteilsausgleiche. Dazu zählen ein separater reizarmer Raum oder Schreibzeitverlängerungen bei Klausuren.

 

Bild: Gerd Altmann auf Pixabay